Mein Jahresrückblick 2016

und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen. Auch dieses Jahr verging wie im Flug und trotzdem konnten wir eine Menge neue Eindrücken auf unseren Reisen sammeln. Ich habe jetzt bereits das zweite Jahr meiner Arbeitszeitverkürzung hinter mir und kann mir die Rückkehr zu einer vollen Arbeitswoche schon nicht mehr vorstellen. Der Gewinn von etwas mehr Freizeit hat für mich in der Zwischenzeit einen sehr hohen Stellenwert bekommen.
Da wir im letzten Jahr den Norden bereist haben, war in diesem Jahr mal wieder der Süden angesagt. Sowohl Frankreich als auch Italien standen diesmal  auf unserem Reiseplan. Frankreich hatte mich sehr positiv überrascht, da es im Gegensatz zu früheren Erlebnissen vollkommen unproblematisch war, Englisch zu sprechen und sogar auf Englisch eine Antwort zu erhalten! Eine Eigenart, die in Deutschland leider immer noch sehr selten anzutreffen ist, in Frankreich vor ca. 30 Jahren aber nahezu unmöglich war. Jedenfalls nach den Erfahrungen, die ich auf zwei Reisen nach Korsika in den 80er Jahren gewinnen konnte.
Unabhängig von diesem, durchaus positiven, Begleitumstand hat unser Frankreich-Urlaub eine Menge angenehmer Erinnerungen hinterlassen. Es war bestimmt nicht unser letzter Urlaub dort. Es gibt noch eine Menge reizvoller Ziele in Frankreich. Man sollte nur genügend Zeit mitbringen, da die Entfernungen in Frankreich teilweise nicht zu unterschätzen sind.
Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war ein Konzert von Zucchero in der Arena von Verona. Die Stimmung in der Arena war ein echtes Erlebnis. Das Konzert haben wir mit einer Woche Urlaub am Gardasee verbunden.
Aber auch an die kürzeren Wochenendausflüge erinnern wir uns immer wieder gern zurück. Sooft wie in diesem Jahr haben wir es selten geschafft im Meer zu baden.
In den letzten beiden Monaten haben wir es aus Zeitgründen leider nicht mehr geschafft noch ein Wochenende an der Ostsee zu verbringen. Das können wir aber hoffentlich bald nachholen.

Ansonsten  habe ich immer viel zu viele Sachen auf dem Zettel, die ich leider nicht alle schaffe. Sozusagen positiver Freizeitstress! Positiv insofern, weil ich die Sachen ja gern machen möchte und nicht muss.

Aus diesem Grund habe ich in diesem Jahr meine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken weiter eingeschränkt. Ich war sonst in diversen Foren deutlich aktiver. Das kostet natürlich einiges an Zeit und ich habe mich anschließend oft gefragt, warum ich wieder die ganzen Beiträge gelesen habe, obwohl mich nur ein Bruchteil davon wirklich interessiert hat.

Aktuell war ich gerade in einigen Foren auf der Suche, weil ich ein Elektronik-Problem hatte. Wenn ich dann tatsächlich eine ähnliche Problemstellung gefunden hatte, haben sich nach der dritten oder vierten Antwort einige Forenteilnehmer  über den ersten Lösungsansatz gestritten. So ging es dann über diverse Beiträge weiter. Um das eigentliche Problem diskutierte keiner mehr. Einen vernünftigen Lösungsansatz gab es dann meisten nicht mehr.
Im Endeffekt habe ich fast zwei oder drei Stunden gesucht und außer diversen Forenstreitigkeiten nichts gefunden. Ganz toll!
Die Zeit habe ich anschließend auch fürs Probieren gebraucht, wodurch ich zum Glück eine Lösung gefunden habe. Meine Internetrecherche hätte ich mir mal wieder sparen können.

Leider ist dieses Phänomen in fast allen Bereichen zu finden. In den Fotoforen gleiten irgendwelche kleineren Problemchen  z.B. schnell in die ewigen Markendiskusionen ab. Dabei sind die heutigen Kameras alle qualitativ dermaßen dicht beieinander, das es vollkommen egal ist von welchem Hersteller die Kameras sind. Das Problem ist leider oftmals hinter der Kamera zu suchen. Nur weil ich viel Geld für meine Ausstattung ausgeben habe, müssen nicht automatisch gute Ergebnisse rauskommen.
Trotzdem sehe ich natürlich immer mal wieder in diverse Foren rein. Manches ist ja auch ganz interessant und wenn ich bei einem Problem helfen kann, dann versuche ich es auch. Nur auf die Schlauschnacker versuche ich nicht zu reagieren, obwohl es mir manchmal echt schwer fällt. Es sind ja auch nicht alle schlimm oder blöd. Aber beteiligen tue ich mich halt nicht mehr so oft.

Die neuen Kameras, die von Sony in diesem Jahr auf den Markt gekommen sind, wecken bei mir nicht wirklich einen großen Kaufreiz. Ich war sehr gespannt auf den Nachfolger meiner Alpha 99. Als ich jedoch gesehen habe, dass das neue Modell einen 42MB Sensor hat, war meine Begeisterung schnell erloschen. Ich brauche das nicht! Ich werde auch in Zukunft keine Bilder auf LKW-Planen oder auf riesige Werbeplakate drucken. Mein Ausdrucke sind selten größer als DIN A3 oder DIN A2. Dafür reichen meine jetzigen Sensoren alle mal aus und haben dabei noch jede Menge Reserven.

Wenn ich dann überlege, wie groß die Dateien im RAW-Format werden, macht es keinen Spaß mehr. Das nervt mich jetzt schon bei einem 24MB Sensor. Bei einem Urlaub von 2 bis 3 Wochen komme ich durchaus mal mit 3000 Bildern nach Hause. Ich habe sicher nicht den aktuellsten Rechner zuhause, aber er ist schon für die Bildbearbeitung ganz gut. Wenn dann die Bilder fast doppelt so groß werden, macht auch die Bearbeitung irgendwann keinen Spaß mehr. Bei einem Panorama aus 10 oder mehr Bildern in Photoshop kommt dann sicher Freude auf.

Selbst wenn man sich mal einen 4K Fernseher zum Bilder gucken kauft, braucht man nur einen Bruchteil der Kameraauflösung.
Bei der Auflösung wird natürlich auch jede Schwäche der verwendeten Objektive sichtbar gemacht. Die Problematik von Unschärfe durch Verwacklung wird auch immer mehr zum Problem. Ob das die Sensorstabilisierung ausgleichen kann, wage ich zu bezweifeln.

Die riesige Anzahl von Autofokussensoren bei den aktuellen Kameras habe ich ehrlich gesagt noch nie so richtig verstanden. ich mache natürlich keine Sport- oder Actionfotos, da mag das anders sein.
Bei der Landschaftsfotografie, die ich überwiegend betreibe, benutze ich in der Regel den mittleren Fokussensor. Wenn ich mein Objekt der Begierde fokussiert habe, halte ich den Fokus und wähle dann den gewünschten Bildausschnitt. Damit suche ich mir den Punkt aus, den ich Scharf haben möchte und überlasse nicht der Kamera die Auswahl. In seltenen Fällen benutze ich natürlich auch die anderen Sensoren, aber nicht sehr oft. Das ist natürlich Gewohnheit, aber damit klappt es bei mir ganz gut.

Ansonsten habe ich auch in diesem Jahr sehr oft mit meiner Alpha 6000 fotografiert. Ich bin immer wieder über die Bilder aus dieser Kamera erstaunt. In unserem Frankreichurlaub war ich nur mir der kleinen Kamera unterwegs und das ging gut.
Wegen der vielen Diebstahlwarnungen dachte ich, dass es vielleicht klüger wäre nicht immer mit so einer großen Kamera rumzulaufen. Im Nachhinein bin ich mir ja nicht so sicher ob das nur Panikmache war, uns ist jedenfalls nichts passiert. 
Es war aber auch ganz angenehm nicht immer so viel mit rum zuschleppen. Ich habe das Kit-Objektiv vorher noch gegen das 16-70 von Sony/Zeiss ersetzt und durch zwei weitere Festbrennweiten  mit 12mm und 8mm von Samyang ergänzt. Damit  habe ich jetzt schon in vielen Fällen sehr gute Bilder machen können.

Mein 70-200mm Zoom habe ich im Urlaub allerdings häufiger vermisst. Dieses Objektiv ist in der Zwischenzeit fast mein Lieblingsobjektiv geworden. Bei unseren sonstigen Touren habe ich oft das 16-70 auf der Alpha 6000 und das 70-200 auf der Alpha 99. Diese Kombination ist ideal für fast alle Situationen geeignet und auch vom Gewicht eine ideale Kombination. Vom Handling möchte ich auch an dem großen Zoomobjektiv kein kleineres Gehäuse haben, es liegt einfach sehr ausgewogen in der Hand.

Mit meinen jetzigen Kameras bin ich wirklich sehr zufrieden. Neuere Modelle müssten wahrscheinlich in dem Punkt ISO-Rauschen deutlich besser werden. Ein Punkt, bei dem wohl sehr viel in der Werbung schön geredet wird. Was soll ich mit einem ISO-Wert von über 100.000 wenn die Bildqualität einfach schlecht ist. Irgendwann hört auch das das Argument, besser ein schlechtes Bild als keines, auf. Wenn ich mir so die Beiträge von ernst zunehmenden Fotografen ansehe, dann geht dort keiner in so hohe ISO-Bereiche, unabhängig von der verwendeten Kameramarke.

Sonst weiß ich im Moment nicht, was ich bei meinen Kameras bemängeln sollte. Bei den Unzulänglichkeiten, die ich zur Zeit so entdecke, liegt das Problem leider auch meistens hinter der Kamera.

Die Sensation des Jahres ist aber wahrscheinlich, dass ich mir mein erstes Smartphone gekauft habe. Deshalb telefoniere ich jetzt zwar kein Stück mehr, aber ich habe doch ein sehr nützliches Tool, das dabei deutlich kleiner ist als ein Tablet.
GPS-Datenaufzeichnen, Kameras fernbedienen, Navi und Wanderkarten, MP3-Player  und noch vieles mehr in dem kleinen Format ist schon nicht schlecht. Da wir ja auch immer gern zur Nebensaison unterwegs sind, kommt es immer öfter vor, das wir irgendwo vor verschlossenen Türen stehen. Der klassische Zettel im Aushang ist dann meistens „Informationen unter www……“, wenn man dann ohne Internet da steht, ist man halt auch ohne Info. Da nutz auch das Tablet im Womo nichts. Das wird, bei hoffentlich guter Netzabdeckung, jetzt natürlich alles besser. Die Fotos vom Handy sind unter optimalen Bedingung erstaunlich gut, ich hatte mir aufgrund einiger Testberichte jedoch noch etwas mehr davon versprochen. Hier gilt dann halt, besser als nichts!

Und nun komme ich noch zum letzten Punkt meines Jahresrückblicks. Nach wie vor bin ich immer noch erstaunt über die Klicks auf meine Seite. Obwohl ich mich ja aus den sozialen Netzwerken immer mehr ausklinke, habe ich im vergangenem Jahr ca. 100.000 Klicks auf meiner Seite zählen können. Damit liegt die aktuelle Anzahl bei fast 257.000 Klicks seit dem Start der Seite. Wie viele von denen sind, die immer wieder versuchen mein Passwort zu knacken weiß ich natürlich nicht. Normalerweise passiert das natürlich, ohne dass meine Seite tatsächlich aufgerufen wird.

Alles in allem kann ich für das vergangene Jahr wieder eine sehr positive Bilanz ziehen und würde mich sehr freuen, wenn es im nächsten Jahr so weiter geht.

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